Ein Parka gehört für mich zu den Kleidungsstücken, die im Herbst unglaublich praktisch sind. Er schützt vor Wind und Wetter, lässt sich je nach Stoff auch richtig schön warm füttern und passt zu sehr vielen Gelegenheiten.
Aber ein Parka muss überhaupt nicht immer nach Outdoor, Waldspaziergang oder Regenjacke aussehen. Wenn du dir einen Parka selber nähen möchtest, hast du noch viel mehr Möglichkeiten, ihn auf deine Garderobe und deinen persönlichen Stil abzustimmen.
Je nachdem, welchen Stoff du verwendest, welche Länge du wählst und wie du deinen Parka kombinierst, kann daraus ein sportlicher Freizeitlook, ein feminines Outfit oder sogar eine richtig schöne Kombination fürs Büro entstehen.
Und genau das ist für mich auch einer der großen Vorteile beim Selbernähen: Du bist nicht darauf angewiesen, welche Parkas gerade im Geschäft hängen. Du kannst selbst entscheiden, welche Farbe zu deiner Garderobe passt, welche Länge dir gefällt und welche Details dein Parka bekommen soll.
Ich habe dir deshalb heute neun ganz unterschiedliche Parka-Outfits für den Herbst zusammengestellt. Vielleicht ist ja schon dein zukünftiger Lieblingslook dabei.
Mein erster Look ist ein schönes Beispiel dafür, dass Softshell überhaupt nicht nach klassischer Outdoorjacke aussehen muss.
Der rote Parka endet ungefähr auf Mitte Oberschenkel und wird mit einer schmalen Jeans kombiniert, die unten etwas hochgekrempelt ist. Dazu kommen cognacfarbene Stiefeletten und eine etwas elegantere Tasche im gleichen Farbton.
Unter dem Parka sorgt ein ecrufarbener Strickpullover mit kleinem Stehkragen für diesen richtig schönen, gemütlichen Herbstlook.
Gerade wenn du an der Hüfte mehr Weite hast, kann ein helleres Oberteil außerdem einen schönen optischen Ausgleich schaffen und den Blick etwas stärker nach oben lenken.
Durch die Kombination aus kräftigem Rot, Strick und Cognac wirkt das Outfit insgesamt sportlich-elegant und ist für mich sowohl alltagstauglich als auch absolut bürotauglich.
Ein schönes Beispiel dafür, wie anders ein selbstgenähter Softshell-Parka wirken kann, wenn man ihn nicht klassisch sportlich kombiniert.
Beim zweiten Outfit ist der Parka deutlich länger und reicht ungefähr bis zum Knie.
Genäht ist er aus einem wasserabweisenden Twill in einem schönen gedeckten Oliv-Khaki. Darunter bleibt das komplette Outfit monochrom in Schwarz: schwarzer Rollkragenpullover, schmale schwarze Jeans, schwarze Boots und eine kleine elegante Handtasche.
Gerade dieser durchgehende dunkle Look unter dem Parka sorgt für eine sehr ruhige Linie und kann optisch streckend wirken.
Der lange Parka bedeckt außerdem Hüfte und einen großen Teil der Oberschenkel. Wenn du diese Bereiche nicht zusätzlich betonen möchtest oder insgesamt gern eine längere Silhouette erzeugen möchtest, ist diese Parkalänge eine schöne Möglichkeit.
Mit einer Kette oder anderem Schmuck kannst du den Blick zusätzlich wieder Richtung Gesicht lenken.
Ich finde diesen Look trotz des eher funktionalen Parkastoffs ziemlich elegant. Gleichzeitig ist er unkompliziert genug für den Alltag.
Wenn du an Regen, Wind und Urlaub an der See denkst, kommt wahrscheinlich ziemlich schnell ein gelber Friesennerz ins Spiel.
Und genau darauf basiert Outfit Nummer drei.
Der Parka ist aus einem gelben Aqua-Protect-Stoff genäht. Das ist ein beschichteter, wasserabweisender Regenjackenstoff, der sich besonders gut eignet, wenn der Parka tatsächlich auch bei schlechterem Wetter zum Einsatz kommen soll.
Dazu habe ich eine hellblaue Jeans, einen ecrufarbenen Strickpullover und eine passende Strickmütze kombiniert.
Und natürlich dürfen beim klassischen Friesennerz-Look auch die Gummistiefel nicht fehlen.
Gelbe Jacke plus gelbe Gummistiefel ist natürlich die volle maritime Variante. Du könntest aber genauso dunkelblaue, weiße oder zum Beispiel blau-weiß gestreifte Gummistiefel dazu tragen.
Ein Rucksack macht das Ganze noch etwas lässiger und unterstreicht den Freizeitlook.
Für mich ist das ein Outfit, das einfach Spaß macht. Es muss im Herbst schließlich nicht immer alles Grau, Schwarz und Dunkelblau sein. Gerade an einem regnerischen Tag kann so ein gelber Parka richtig gute Laune machen.
Unbedingt!
Beim vierten Outfit wird ein eher kürzerer dunkelblauer Parka aus einem leicht glänzenden Regenjackenstoff zu einem herbstlichen Blusenkleid getragen.
Das Kleid ist ebenfalls dunkelblau und hat einen Blumen- beziehungsweise Herbstprint in Orange-, Gelb- und Rottönen. Die Taille ist schön betont.
Dazu kommen cognacfarbene Stiefeletten und eine kleinere, etwas verspieltere Umhängetasche.
Ich mag an dieser Kombination besonders, dass der Parka dem Kleid ein bisschen von seiner Förmlichkeit nimmt. Dadurch lässt sich ein Kleid auch an kühleren Herbsttagen ganz unkompliziert tragen.
Durch die kürzere Länge des Kleides und des Parkas werden die Beine stärker betont. Das kann besonders schön sein, wenn du deine Beine gern zeigen möchtest und den Oberkörper etwas ruhiger wirken lassen möchtest.
So entsteht ein feminines Herbstoutfit, das trotzdem absolut alltagstauglich bleibt.
Natürlich darf auch ein wirklich sportlicher Look nicht fehlen.
Hier wird ein kurzer mint- beziehungsweise türkisblauer Parka zu einer schwarzen Leggings, einem grau melierten Hoodie und weißen Sneakern kombiniert.
Dazu kommt eine schwarze Bauchtasche, die schräg als Crossbody-Bag getragen wird.
Das eigentliche Outfit ist mit Grau, Schwarz und Weiß sehr neutral. Der farbige Parka bringt dadurch die nötige Frische hinein und wird ganz automatisch zum Hingucker.
Für diesen Look könnte ich mir einen Funktionsstoff genauso gut vorstellen wie einen Softshell.
Das ist für mich ein typischer Freizeitlook: bequem, unkompliziert und trotzdem angezogen. Perfekt für einen Spaziergang, einen Ausflug, einen aktiven Tag oder einfach immer dann, wenn es praktisch sein soll.
Wenn du dir deinen Parka selbst nähst, entscheidest du nicht nur über die Farbe.
Du kannst auch überlegen:
Welche Länge passt zu meiner Garderobe? Möchte ich eher einen sportlichen oder einen eleganteren Parka? Soll er möglichst wetterfest sein oder reicht mir ein schöner Jackenstoff für trockene Herbsttage? Und welche Details passen eigentlich zu meinem persönlichen Stil?
So entsteht nicht einfach irgendeine Jacke, sondern ein Kleidungsstück, das sich wirklich gut in deine vorhandene Garderobe einfügt.
Feminin bedeutet natürlich nicht automatisch Kleid oder Rock.
Das zeigt Outfit Nummer sechs sehr schön.
Der mittellange Parka ist in einem gedeckten Rosa gehalten und wird mit einer weiteren cremefarbenen Hose und einem passenden cremefarbenen Strickpullover kombiniert.
Weiße Sneaker halten das Ganze unkompliziert und modern. Dazu passt ein kuscheliger Strickschal in Creme- und Taupetönen.
Durch die insgesamt sehr helle Farbwelt entsteht eine weiche, harmonische Wirkung.
Obwohl Sneaker dabei sind, würde ich das Outfit gar nicht unbedingt als sportlich bezeichnen. Für mich ist das eher ein entspannter, femininer Casual-Look.
Perfekt für einen Stadtbummel, ein Treffen mit Freundinnen oder einen gemütlichen Nachmittag im Café.
Der rosafarbene Parka setzt dabei einen sanften Farbakzent, ohne dass das Outfit laut wirkt.
Maritim funktioniert natürlich auch ohne knallgelben Friesennerz.
Beim siebten Outfit ist der mittellange Parka aus einem dunkelblauen Regenjackenstoff mit weißen Polka Dots genäht.
Darunter trägt das Model einen klassischen weiß-blau gestreiften Pullover, eine hellblaue gekrempelte Jeans und weiße Sneaker.
Ein brauner Gürtel bringt noch etwas Wärme in die sonst blau-weiße Farbwelt.
Ich finde diese Kombination richtig schön, weil sie gleichzeitig klassisch und ein bisschen verspielt ist.
Die Punkte machen den Parka zu etwas Besonderem, ohne dass er dadurch schwer zu kombinieren wird.
Gerade wenn du Muster gern magst, dich aber an einen komplett gemusterten Mantel bisher vielleicht noch nicht herangetraut hast, kann ein dunkelblauer Stoff mit weißen Punkten ein richtig schöner Mittelweg sein.
Beim achten Outfit sieht man besonders gut, dass ein Parka sogar zu einem sehr klassischen Büro-Look funktionieren kann.
Der Parka ist in einem gedeckten Hellbraun gehalten. Darunter werden ein anthrazitfarbener Rock, eine schwarze Strumpfhose und ein schmaler ecrufarbener Rollkragenpullover getragen.
Dazu kommen hohe cognacfarbene Wildlederstiefel mit etwas spitzerer Form und eine elegante Tasche ebenfalls in Cognac.
Die Farben bleiben insgesamt ruhig und klassisch. Dadurch wirkt die Kombination sehr hochwertig und elegant.
Und trotzdem musst du an einem kühlen oder regnerischen Herbsttag nicht auf eine praktische Jacke verzichten.
Das ist für mich ein schönes Beispiel dafür, dass man einen Parka nicht automatisch nur zu Jeans und Sneakern tragen muss.
Der letzte Look ist wahrscheinlich einer der unkompliziertesten.
Hier wird ein knielanger schwarzer Parka mit einem grau melierten Sweater, einer weiten schwarzen Stoffhose und weißen Sneakern kombiniert.
Dazu kommt eine große schwarze Tote Bag.
Das Outfit hat wenig Farbe, wirkt dadurch aber überhaupt nicht langweilig. Im Gegenteil: Es sieht sehr clean, modern und aufgeräumt aus.
Und gerade diese Schlichtheit macht es unglaublich vielseitig.
Ich könnte mir das Outfit zum Beispiel an einem Tag vorstellen, an dem morgens das Büro ansteht, danach noch Termine erledigt werden müssen und man abends vielleicht noch etwas trinken geht.
Aber auch auf Reisen ist so eine Kombination ideal. Sie ist bequem und unkompliziert, wirkt aber trotzdem nicht wie ein reiner Freizeitlook.
Der lange schwarze Parka fügt sich dabei einfach in das Outfit ein und verlängert die ruhige Linie noch einmal zusätzlich.
Wenn man diese neun Outfits nebeneinander sieht, wird für mich besonders deutlich, wie unterschiedlich ein Parka aussehen kann.
Er kann:
sportlich oder elegant sein,
kurz, mittellang oder knielang,
aus Softshell, Regenjackenstoff oder wasserabweisendem Twill genäht werden,
farblich zum Hingucker werden oder sich ganz ruhig in dein Outfit einfügen,
zu Jeans, Leggings, Stoffhose, Kleid oder Rock getragen werden.
Und genau deshalb lohnt es sich aus meiner Sicht, sich vor dem Nähen ein paar Gedanken über die eigene Garderobe zu machen.
Welche Farben trägst du sowieso schon gern? Welche Hosen, Röcke und Schuhe sollen zum Parka passen? Möchtest du ihn hauptsächlich für den Alltag, fürs Büro, für Spaziergänge oder vielleicht sogar für Reisen nutzen?
Wenn du diese Fragen vorher beantwortest, steigt die Chance enorm, dass dein selbstgenähter Parka später nicht nur schön aussieht, sondern auch wirklich oft getragen wird.
In meinem Online-Nähcoaching „Parka“ nähen wir so ein größeres Jackenprojekt gemeinsam Schritt für Schritt.
Wir schauen uns zu Beginn auch die wichtigsten Grundanpassungen am Schnitt an, damit du deinen Parka nicht einfach nur nach einer Standardgröße nähst. Danach geht es gemeinsam ans eigentliche Nähen mit Futter, Jackenreißverschluss, Kapuze, Taschen, Kordelzug, Ösen und Druckknöpfen.
Dabei kannst du deinen Parka natürlich auch an deinen eigenen Stil anpassen: bei der Länge, beim Stoff, bei der Saumform und bei verschiedenen Details.
Wir treffen uns regelmäßig live über Zoom. Die Termine werden aufgezeichnet und zusätzlich gibt es eine WhatsApp-Gruppe, in der du zwischendurch Fragen stellen und auch Fotos schicken kannst.
So musst du dich an dieses größere Nähprojekt nicht allein heranwagen.
👉 [Hier findest du alle Informationen zum Parka-Nähcoaching ab 1. Oktober 2026]
Vielleicht hängt dann schon bald genau der Parka in deinem Kleiderschrank, den du im Geschäft bisher nie gefunden hast. 🩷
🍐birnenschöne Grüße
Deine Cindy
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Über die Autorin

Cindy
Cindy ist Gründerin von birnenschön nähen und bietet Online-Nähkurse und Nähcoachings für Frauen mit Birnenfigur an, damit sich die Teilnehmerinnen eine selbstgenähte Garderobe aufbauen können, die perfekt zu ihrer Figurform passt.
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